Donnerstag, 26. September 2013

Pumpkin Pie (Kürbis-Pie)

Wie unpraktisch. Da lieg ich seit Montag im Bett mit einer gemeinen Nierenentzündung und das in der Woche, in der ich soooo viele Pläne hatte.

Ich wollte Kürbisgebäck ausprobieren - ganz viele verschiedene Varianten - ja ich wollte... nun, immerhin EINEN Kürbis-Klassiker hab ich hinbekommen :) nämlich den hier:


Rezept Pumkin Pie (Kürbis-Pie)
Für eine grosse (26er) Springform

250 GrammMehl
150 g Butter, weich
3–4 Esslöffel eiskaltes Wasser
1 Prise Salz
getrocknete Bohnen oder Reis für das Vorbacken

400 Gramm Kürbisfleisch, gehackt
50 ml Apfelsaft (oder Wasser)
2 Eier 
1 Teelöffel Zimt, gemahlen 
125 Gramm Zucker, braun
1 Prise Salz
1 dl Halbrahm (Schlagsahne)
100 Gramm Mascarpone (oder Frischkäse)

Mehl und Salz mit der Butter so lange zwischen den Fingern reiben, bis eine feinkrümelige Masse entsteht. Dann das Wasser beigeben und rasch zu einem Teig zusammenfügen.

Diesen in Klarsichtfolie wickeln und mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung kochst Du das gehackte Kürbisfleisch mit dem Apfelsaft (oder Wasser) ca. 20 Minuten und zermanscht das ganze mit dem Pürierstab. Jetzt lässt Du das Pürree gut abkühlen (geht ja momentan super auf dem Fensterbrett)

Fette Deine Springform gut ein, oder lege sie mit Backpapier aus.
Den Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig rollst Du nun in der Grösse Deiner Springform aus (also ein paar cm grösser) und legst ihn hinein. Ziehe den Rand ca. 4 cm hoch. Lege ein Backpapier auf den Teig und getrocknete Bohnen (oder Reis) darauf. Dann backst Du den Boden "Blind", also ohne Füllung für ca. 10 Minuten und nimmst ihn aus dem Ofen. Entferne Backpapier & Bohnen.
Nun kannst Du Eier, Zimt, Zucker, Halbrahm und Mascarpone (oder Frischkäse) zum Kürbis-Pürree geben und alles zu einer glatten Masse verrühren.

Die Füllung leerst Du nun auf den vorgebackenen Teigboden bis knapp unter den Teigrand.

(Wenn Du Füllung übrig hast, kannst Du diese in ganz kleine, süsse, essbare Kürbisse füllen und das ganze ca. 40 Minuten backen. Diese hier auf dem Foto sind weisse, essbare Mini-Kürbisse und sie schmecken nach Maronen - war super lecker - so lecker, dass ich nicht einmal ein Foto davon hab...)

Backe den Pumpkin-Pie ca. 35 - 40 Minuten und stelle ihn nach dem Abkühlen mind. 3Stunden kalt.

Am besten servierst Du dazu etwas Vanille-Eis oder Schlagsahne.

Viel Spass beim ausprobieren!

Marronensüppchen mit Ente & Orange

Juhui - mein erster Blogeintrag in salzig - aber dieses Rezept kann und will ich Euch nicht vorenthalten.

Ich habe dieses Gericht letzte Woche zur Vorspeise gekocht und finde es nach wie vor ooooooberlecker :) 


Rezept Maronensüppchen mit Ente & Orange
Als Vorspeise für 2 Personen

1 Zwiebel oder 2 Schalotten
200 Gramm Maronen, geschält und vorgegart
75 ml Weisswein
400 ml Boullion (Geflügel- oder Gemüsebrühe)
125 Gramm Halbrahm (Sahne Bio-Orange
1 Entenbrust mit Haut

Die Zwiebel oder die Schalotten schälen, klein würfeln und in einem mittelgrossen Topf anschwitzen. 150 Gramm von den Maronen zugeben und leicht anrösten. Mit dem Weisswein ablöschen. Boullion und Halbrahm zugeben. 
Den Deckel auflegen und die Suppe etwa 20 Minuten bei mittlerer Hitze kochen.

Mit dem Mixstab fein pürieren und mit Salz und Pfeffer gut würzen.

In der Zwischenzeit die Ente auf der Hautseite scharf anbraten und unter wenden ca. 10 Minuten halbgar braten.
In Streifen schneiden (ich hab das Fett weggeschnitten) und zur Seite stellen.
(Die Ente soll noch rosa und nicht durchgebraten sein)

Die Orange waschen, abtrocknen und eine Hälfte davon dünn abschälen. 
Die Schale in feine Streifen schneiden. 
Die Frucht auspressen. 
Die restlichen Maronen klein hacken und in einer kleinen Pfanne anschwitzen. 
Orangensaft und Orangenschale zufügen und ca. 15 Minuten einkochen lassen. 
Mit Salz und Pfeffer würzen.
Deckel drauf und zur Seite stellen. 
5 Minuten vor dem Servieren die Entenstücke auf die Orangen-Maronen-Reduktion legen.

Die Suppe in Tassen oder Schüsseln gießen, Maronen-Orangen-Enten-Mischung auf der Suppe verteilen und servieren.

Yummie! Ä Guetä :)


Donnerstag, 19. September 2013

Badebomben (knet- und von Hand formbar)

Soooo ich konnte mal wieder nicht warten und "musste" noch ein zweites Badebomben Rezept austesten.

S'Goldfädeli hatte dieses auf Facebook gepostet und ich habs gleich ausprobiert. 

Funktioniert prima und lässt sich etwas leichter formen als das andere Rezept. 

Mir gefallen beide Varianten sehr gut - beide haben denselben Effekt - sie sprudeln, duften und färben das Badewasser. UND sie versorgen Deine Haut mit einer extra Schicht Fett. 

Mein Sohn ist extrem geplagt von Neurodermitis-Schüben und ich stellte eine sehr positive Wirkung nach dem Baden fest. Es bildet sich ein feiner Ölfilm auf der Haut, somit trocknet sie überhaupt nicht aus nach dem Baden :) Suuper!

Ich hab momentan nur ein Foto aus der Produktion - weitere Bilder folgen wenn die Dinger trocken sind :)



Rezept Badebomben II
Ergibt ca. 6 mittelgrosse Bömbchen

200 Gramm Natron (Apotheke)
100 Gramm Zitronensäure (Apotheke)
50 Gramm Maisstärke
60 Gramm Kokosfett
15 ml Massage-Öl mit Duft

Etwas Lebensmittelfarbe (am besten Pasten- oder Gelfarbe)

Nach Wahl: Getrocknete Blüten, Glitter

Natron, Zitronensäure und Maisstärke in einer Schüssel gut vermischen.
Das Kokosfett in einem Pfännchen schmelzen und mit dem Massage-Öl mischen.
Das Fett und die Lebensmittelfarbe nun zur trockenen Mischung geben und gut verrühren.
Du kannst jetzt auch getrocknete Blüten oder Glitter dazumischen.

(Falls der Teig zu feucht ist, kannst Du etwas Maisstärke hinzugeben - falls die Masse zu trocken ist, gibst Du mehr Öl dazu)

Nun kannst Du Kugeln, Herzen oder was immer Du möchtest formen, die Werke auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, evtl. Mit Glitter bestreuen oder in Blüten wälzen und im Keller oder an einem kühlen Ort 2-3 Tage trocknen lassen.

Fedddisch - viel vergnügen beim Baden oder verschenken :)

Ps: wenn Du mit Kindern arbeitest, sieht das dann so aus (und den Boden hab ich gar nicht erst fotografiert)

Mittwoch, 18. September 2013

Marroni Cupcakes und Kuchen

Herbstzeit ist für mich auch Marroni-(zu Deutsch Maronen) Zeit. Herrlich, als Vermicelles (bekanntes Dessert in der Schweiz mit Maronenpürree, Baiser, Kirsch-Schnapps und Schlagsahne) oder frisch vom Stand, in Kuchen und Küchlein, als Beilage zu Wildgerichten... 
Ich LIEBE Maronen. Und ich habe ein weltallerbestes Maronen-Tiramisu Rezept. Ha! Aber das kommt erst im Oktober :) heute sollten es Maronen Cupcakes sein. Ich habe mit Walnussöl gearbeitet, das gibt den kleinen Küchlein eine interessant nussige Note. Sehr ausprobierenswert. Dazu kommt Maronenpürree als Füllung und Konfitüre und Schlagsahne als Topping. 




Und weil's so gut schmeckt, hab ich das ganze noch als Kuchen gemacht. Leeeeeckerr!


Los gehts! 

Rezept Nussige Marroni-Cupcakes
Ergibt 12 grosse Muffins, 24 Mini's oder einen grossen Kuchen in der 26er Form

90 Gramm Mehl
1 Teelöffel Speisestärke (Maizena)
Eier
1 Prise Salz
75 Gramm Rohrzucker
50 mlWalnussöl 
250 Gramm Maronenpüree 

100 Gramm Kirschenkonfitüre
250 Gramm Halbrahm (Sahne)

50 Gramm Pekan- oder Walnüsse
 

Den Ofen auf 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
 
Die Eier trennen und das Eiweiss mit dem Salz steif schlagen. Zur Seite stellen.

Die Eigelbe, Zucker, Öl und 150 Gramm Maronenpürree gut verrühren.

Mehl und Maisstärke zugeben und nochmal gut verrühren.

Zum Schluss mit dem Gummischaber das Eiweiss vorsichtig unterheben. Die Hälfte des Teiges in die gewünschte Form geben, das übrige (100 Gramm) Maronenpürree darauf verteilen und mit dem restlichen Teig bedecken. (Bei den Muffinsformen sollte die Form nicht mehr als 2-3 gefüllt sein mit allen Schichten.)

Die Mini-Muffins backen 15 Minuten.
Die grossen Muffins 20 Minuten und der Kuchen 25-30 Minuten (Stäbchenprobe)

Wenn der Kuchen / die Küchlein abgekühlt sind kannst Du sie mit der Konfitüre bestreichen und anschliessend den Rahm steif schlagen und ebenfalls darüber verteilen.

Mit Pekan- oder Walnüssen dekorieren.

Yummie! :) ä Guetä!




Dienstag, 17. September 2013

Kuschelig :)

Ich mag Euch schnell was zeigen :) für mein Online-Lädeli war ich letztes Wochende ganz schön fleissig - tattaaaaa - die Neuen :)

Traubenkernkissen für die Kleinen :)








Orangen-Zimt Punsch

Diesen Sirup liebe ich. 

Heiss aufgegossen ist er das perfekte Herbst-Vorweihnachtszeits-Advents-Getränk... Er erinnert mich an dunkle, verregnete Nachmittage an denen man es einfach geniesst, zu Hause im warmen sein zu dürfen. 
Mit einen guten Buch oder in netter Gesellschaft. 
Ach ja, ich wiederhole mich aber ich liebe die Herbstzeit.



Rezept Orangen-Zimtsirup
Ergibt ca. 2.5 dl

Den Saft von 6-8 ausgepressten Orangen (600 ml)
2 Zimtstangen
150 Gramm Zucker, weiss

Saft, Zucker und Zimtstangen aufkochen und 20-25 Minuten zu Sirup einkochen.
Durch ein Tuch giessen und in eine heiss ausgespülte Flasche füllen - fertig ist das Konzentrat für kuschelige Herbstnachmittage.

Diese Etikettenvorlagen gibt es bei www.jamlabelizer.com :)



Ingwer-Zitronen Punsch

Heut früh im Radio hörte ich zum ersten Mal seit laaangem das Wort "Schneefallgrenze" ui! Und dann erst noch ab 1200 Meter - der Winter rückt näher. Aaaach ich freu mich auf diese Zeit. 
Aber erst mal den Herbst geniessen.

Und was ist denn besser als nach einem Spaziergang durch den Herbstwald (oder die Herbst-Shoppingmeile) ein warmes Glas Punsch zu trinken. Genau. Fast nix. :) Für mich zumindest.

Ich mag ich die gekaufte Punschsirüpersirups nicht - die sind mir einfach viiiiel zu süss. 

Und drum gibts heute und Morgen zwei tolle Punschrezepte - und damit Du auch ein wenig länger was davon hast, machen wir Sirup - den kann man einfach mit heissem (natürlich auch mit kaltem) Wasser aufgiessen und hat einen wunderbar frischen, heissen Punsch.

Dieses Getränk mit Zitrone und Ingwer ist übrigens auch ein wohltuendes Hilfsmittel bei Erkältungen, Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit :) (und diese Dinge gehören ja leider auch unweigerlich zum Herbst, gell?)


Rezept Zitronen-Ingwersirup
Ergibt ca. 4 dl

150 ml Zitronensaft, frisch gepresst (ca. 3 Zitronen)
300 ml Wasser
400 Gramm Zucker, weiss
250 Gramm Ingwer, kleingehackt

Etwas Lebensmittelfarbe (Ich habs mit dem Gelb etwas übertrieben ;)

Alle Zutaten bei starker Hitze aufkochen und dann 25 Minuten einkochen lassen.

Durch ein Tuch giessen und den Sirup in heiss ausgespülte Flaschen füllen.

Die coolen Etiketten gibt es hier, zum selbst gestalten und ausdrucken.

Ich wünsch Dir einen TOLLEN Herbst!


Badebomben

Bäm! Ich hatte plötzlich mal Lust darauf, selber Seife zu machen - und von Seife zu Badekugel ist's ja dann nicht weit (vor allem wenn man die Seifenzutaten online bestellt hat und es die Badekugelzutaten im Laden zu kaufen gibt und Mutti nicht warten kann...) 



Aber damit Du's schonmal weisst, Seifentechnisch kommen da noch mehr Experimente :) juhui!

Jedenfalls. Genau, die Zutaten. Zitronensäure hab ich bei Müller gefunden, das Natron in der 100-Gramm Packung in der Apotheke und Avocadoöl, Lebensmittelfarbe und Maizena gibt's in der Migros. That's it. Bei der Beduftung war ich faul - ich habe beim Müller gleich ein "fertiges" Massageöl gekauft und dieses halb und halb mit dem Avocadoöl beigemischt. Du kannst ätherisches Öl benutzen wenn Du willst - aber besser vorher abklären, ob das zum Baden geeignet ist. Zimtöl schonmal bitte nicht nehmen - darauf reagieren die meisten Menschen (ich inklusive) mit bösem, bösem, schmerzendem  Ausschlag. (Ich hab das in Teenie-Jahren mal ins Badewasser gekippt und bis heute nicht vergessen)  

Zum Formen hab ichs mit Acryl-Halbkugeln versucht - eine Kugel zu formen hat bei mir aber nicht geklappt. Ich hab dann Mini-Muffinsformen (die aus Metall) benutzt. Grundsätzlich würde ich von Silikonformen abraten - die Masse braucht Druck um zusammenzuhalten. 
Das mit den Kugeln werde ich weiter ausprobieren denn eigentlich sind Kugeln ja schon schön :)

So. Und wenn Du das Zeugs alles hast gehts ans Bomben-machen.
 

Grundrezept für sprudelnde Badekugeln:
Ergibt 8 - 10 mittelgrosse Badebomben

120 Gramm Natron
4 Esslöffel Maisstärke (z.bsp. Maizena)
4 Esslöffel Zitronensäure (Pulver)

6 - 7 Esslöffel Öl (kann auch fertiges Massageöl sein)
Ein paar Tropfen Duftöl 
Lebensmittelfarbe

Wenn Du magst noch Glitter, getrocknete Blüten etc.

Natron, Zitronensäure und Maisstärke in einer Schüssel vermischen.

Das Öl und die Lebensmittelfarbe untermischen und dann mit den Händen kneten. 
Die Masse soll nur leicht feucht sein, kein eigentlicher Teig sondern eher wie nasser Sand.

Jetzt kannst Du Glitter, Blüten oder was Du sonst möchtest dazugeben.

Die Masse gut (wirklich fest) in die Form drücken - die Form stürzen (am besten legst Du ein Küchenbrettchen über die Form und drehst alles zusammen - dann verbröckeln Dir die Bomben nicht beim herausfallen.)

Jetzt 3-4 Tage an einem kühlen Ort (Keller) trocknen lassen, verpacken und verschenken. 

Oooooder Baden gehn' :)

Hier noch der Sprudelbeweis: 












Sonntag, 15. September 2013

Nighties

So nenn ich diese Cookies :) (Aber eigentlich heissen sie ja Mascarpone Berry Cookies)

Wenn ich Spätschicht habe - so wie gestern, dann kommt man schonmal auf die Idee, Nachts um 1 Uhr Cookies zu backen. Jawohl.
Weil an schlafen ist irgendwie nicht zu denken, nachdem man zuvor 9 Stunden vor "der Kiste" gesessen hat. 

Also hab ich mal zusammengerührt was ich finden konnte und uiiii diese Cookies sind der Knaller :) Du kannst den Grundteig mit allem was Dir einfällt "pimpen" - ich hab die erste Ladung ohne nix gebacken und dann getrocknete Cranberries und gehackte Zartbitterschokolade dazu getan.
Du kannst gehackte Mandeln nehmen, Smarties, Rosinen... Und und und :)

Diese Cookies sind (wie fast alle Cookies) superschnell gemacht.



Rezept Mascrapone Berry Cookies
Ergibt ca. 40 Cookies

90 Gramm Mascarpone
225 Gramm Butter, weich
225 Gramm Zucker, braun
1 Eigelb
450 Gramm Mehl
1 Teelöffel Vanilleextrakt
1 Teelöffel Zimt
Zutaten nach Wahl - bei mir waren es 2 Hände voll getrockneter Cranberries und 80 Gramm dunkle Schokolade, gehackt.

Den Ofen auf 170 Grad Umluft (185 Grad Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Butter und Mascarpone 2 Minuten lang mit dem Mixer cremig schlagen.
Nach und nach den Zucker beigeben.  
Nun die Vanille und den Zimt dazu rühren. 
Jetzt kommt das Eigelb dazu und zum Schluss dann das Mehl gut untermischen. 

Mit zwei Teelöffeln Kugeln mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, leicht flach drücken und 9 Minuten hellbraun backen.

Yummie!

Donnerstag, 12. September 2013

Tarte mit Weintrauben

Und herbstlich geht es weiter. 

Als ich noch klein war, waren wir im Herbst  immer bei der Verwandtschaft im Wallis. Dann kam die Traubenernte und die Weinmacherei. Wir Kinder durften  beim Traubenlesen helfen (und haben natürlich mehr davon gegessen als gesammelt) und es war einfach eine herrliche Zeit. Darum gehören Weintrauben für mich einfach definitiv zum Herbst.

Diese Tarte ist schnell gemacht, enthält wenig Zucker und schmeckt erfrischend nach Herbst und Sonne.


Tarte mit Weintauben
Für 1 rundes, oder eckiges Wähenblech

1 Fertig ausgewallter Blätterteig (Rund)
350 Gramm Creme fraiche
0.5 dl Halbrahm (Sahne)
3 Eier
75 Gramm Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Esslöffel Mehl

800 Gramm Weintrauben (ohne Kerne)
Etwas Zitronensaft

 
Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Blätterteig mit dem Papier in ein rundes Blech setzen, den Rand andrücken, den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit Hülsenfrüchten (z. Bsp. trockene Bohnen) beschweren.  
Den Boden auf der 2. untersten Schiene 15 Minuten vorbacken.

Die Weintrauben waschen, halbieren und mit etwas Zitronensaft vermischen. Zur Seite stellen.

Alle Zutaten bis auf die Weintrauben verrühren und auf dem vorgebackenen Boden verteilen. 
Weitere 30 Minuten auf der gleichen Schiene backen.
(Die Masse geht evtl. ein wenig auf, fällt aber beim Abkühlen wieder zusammen)

Nach dem Abkühlen die Weintrauben auf der Cremeschicht verteilen, nach Belieben mit gehackten Walnüssen bestreuen und geniiiiessen :)






Dienstag, 10. September 2013

Birnen & Schokoladen Tarte

Falls Du Dich jetzt fragst, warum ich immer alles in der eckigen Form backe - das liegt daran dass ich zum einen mein rundes Blech immer noch nicht gefunden hab und zum andern die eckige Form sich einfach besser eignet, um die Kuchen in viele kleine Stücke zu schneiden. 
Weil, ich ess das ja alles nie selbst sondern verteile das bei mir auf der Arbeit :)

 
Rezept Birnen & Schokoladen Tarte
ergibt ein rundes Wähenblech voll (oder in meinem Fall eine Brownies-Form)
 
4 kleine, feste Birnen
250 ml trockener Weisswein
400 ml Wasser
Saft von einer Zitrone
125 Gramm Zucker, weiss
 
Teig
100 Gramm Butter, kalt, in kleinen Stücken
100 Gramm Weissmehl
100 Gramm Ruch- oder Vollkornmehl
50 Gramm Puderzucker
1 Prise Salz
1Ei
 
Füllung
2 Eier
100 Gramm Schokolade, Vollmilch
200 Gramm Creme Fraiche
1 Teelöffel Maizena (Maisstärke)
 
100 Gramm Schokolade, dunkel, gehackt
 
Die Birnen waschen, schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen.
Den Wein mit dem Wasser, Zitronensaft und dem Zucker aufkochen. Die Birnen hineinlegen und ca. 25 Minuten kochen - bis die Birnen weich sind. Die Birnen aus dem Sud nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
 
Mehl, Zucker, Puderzucker und Salz mit der kalten Butter zu einer krümeligen Masse reiben. Mit dem Ei zu einem Teig kneten (nur kurz) und in Klarsichtfolie gewickelt 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
 
In der Zwischenzeit die Vollmilchschokolade im Wasserbad schmelzen.
Creme Fraiche, 2 Eier, Maizena und die geschmolzene Schokolade gut zusammenrühren.
 
Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
 
Den Teig aus der Kühlung nehmen, und in Backformgrösse ausrollen. Den Rand ca. 3-4 cm hochziehen und den Boden gut mit einer Gabel einstechen.
Die Hälfte der Schoko-Masse auf den Teigboden giessen, die Birnen darauf setzen und die restliche Schokoladenmasse darüber giessen.
 
Die Tarte in der Mitte des Ofens ca. 25 Minuten backen.
 
Die dunkle Schokolade ebenfalls im Wasserbad schmelzen und über die ausgekühlte Tarte geben.
 
Lecker Herbstkuchen! :)


 

 

 

Montag, 9. September 2013

(Weltallerbester) Apfelkuchen

Ja so ist das. Der allerbeste Apfelkuchen EVER! :) und ich geb Dir das Rezept dafür.


Laut Wetterbericht wird's die ganze Woche regnen. Nun gut. Dann halt. Wenn sich nun das Wetter dem Herbst zuwendet mach ich das eben in der Backstube auch. 

Ich finde ja den Herbst, also nicht das Regenwetter aber allgemein, soo romantisch - die Blätter färben sich, man kann im schicken Mantel spazieren gehen, die Herbstsonne wärmt die Nase... Haaach und aus den Häusern duftets nach Äpfeln, Birnen, Zimt und tollen Kuchen und Keksen.

Und dieser Kuchen läutet nun bei mir den Herbst ein :)


Rezept Apfelkuchen
Ergibt ein ganzes Blech voll Apfelvergnügen

500 Gramm Weizenmehl
300 Gramm Butter, kalt, in kleinen Stücken
125 Gramm Zucker, weiss
2 Eier
1 Prise Salz
Abgeriebene Schale einer Zitrone 
2 Kilo süssliche Äpfel 
1 Päckchen Vanillezucker
1 Teelöffel Zimt
2 Esslöffel Zucker, braun

Für den Guss:
Den Saft einer Zitrone oder ca. 20 ml Zitronensaft aus dem Fläschchen
200 Gramm Puderzucker

Mehl, Zucker, Zitronenschale und Salz vermischen und mit den Butterstückchen zwischen den Fingern zu einer krümeligen Masse reiben. Mit den Eiern zu einem Teig zusammenfügen, leicht kneten und in Klarsichtfolie gewickelt eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. 

Die Hälfte des Teigs auf die Größe Deines Backbleches ausrollen, (das geht am besten zwischen Backpapier) auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einer Gabel einstechen und nochmal kühl stellen.

Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Äpfel schälen und in feine Scheibchen schneiden. Mit dem Vanillezucker, Zimt und braunem Zucker vermischen. Die Apfelstückchen 3-4 cm dick gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei den äußeren Teigrand freilassen. 
Den restlichen Teig nun ebenfalls ausrollen und als Deckel über die Früchte legen - dabei an den Rändern gut zusammendrücken. (Das ist, zugegeben, ein ziemliches Gefummel - wenn Du Löcher im der Teigdeckel bekommst, so wie ich, dann "flickst" Du dieses einfach mit ein bitzli Teig - das sieht man hinterher nicht mehr)

Den Kuchen 45-60 Minuten backen.

Den gesiebten Puderzucker mit so viel Zitronensaft verrühren, dass eine streichfähige Masse entsteht. Damit den noch heissen Kuchen bestreichen. 
Mir schmeckt er lauwarm am allerbesten - aber auch kalt ist er wundervoll. Vielleicht servierst Du noch etwas Schlagrahm oder eine Kugel Vanille-Eis dazu? Einfach supergenialoberhammerlecker. Yummie!

Übrigens -  wenn Du das Rezept halbierst, ergibt ergibt das die Menge für einen Kuchen aus einer Springform von 26 cm Durchmesser.

Sonntag, 8. September 2013

Engadiner Nusstorte

Graubünden ist ebefalls ein Kanton der Schweiz. Und man stelle sich vor, dieses Völkchen (knapp  194.000 Einwohner) hat sogar 3 Sprachen! Zum einen den bünderischen Dialekt des Schweizerdeutsch, (der dann je nach Ortschaft variieren kann) das Rätoromanisch - oder auch Rumantsch genannt. (Nicht zu verwechseln mit Rumänisch) und sogar italienisch, gegeben durch die Nähe zum Tessin - also der "italienischen Schweiz".
(Danke Nicole B. für die Korrektur) :)

Und - die Bünder haben eine ganz berühmte Spezialität - eben die Bündner oder Engadiner Nusstorte.


Rezept Engadiner Nusstorte
Für eine 24er Springform

275 Gramm Mehl  
¼ Teelöffel Salz  
75 Gramm Zucker, weiss  
175 Gramm Butter, kalt, in kleinen Stücken 
1 Ei  
3 Esslöffel Wasser

Füllung:
150 Gramm Zucker , weiss
4 Esslöffel Wasser
150 Gramm Walnüsse, grob gehackt
2 dl Rahm  (Sahne) 
1 Esslöffel Honig, flüssig 

Die Springform mit Backpapier auskleiden.

Das Mehl mit dem Salz und dem Zucker gut vermischen.
Die kalte Butter in kleinen Stückchen zum Mehl geben und zwischen den Fingern so lange verreiben, bis eine krümelige Masse entstanden ist.

Die Masse mit dem Ei und dem Wasser kurz zu einem Teig zusammenfügen.

1/3 des Teiges in der Grösse des Formenbodens auswallen, auf Backpapier 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Wieder 1/3 des Teiges in der Grösse des Formenbodens auswallen und  in die Form legen.
Den restlichen Teig als Rolle um den Rand legen, mit den Fingerspitzen andrücken und ca. 2 cm hochziehen.
Den Teigboden mit Gabel einstechen und die Form ebenfalls in den Kühlschrank stellen.


Jetzt machen wir die Füllung:
      
Zucker und Wasser in einem (unbeschichteten) Topf langsam und ohne Rühren aufkochen. So lange (ohne Rühren!) kochen lassen, bis ein dunkler Caramel entsteht.
Den Topf vom Herd nehmen und die Walnüsse dazumischen
Den Rahm  dazu giessen, Hitze zurückstellen und die  Flüssigkeit bei kleiner Flamme 10 Minuten einkochen lassen.
Zum Schluss den Honig  darunter mischen und die Füllung auskühlen lassen.

Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Form aus dem Kühlschrank nehmen und die Fülllung hineingiessen.
Die Torte mit dem Deckel belegen und diesen gut einstechen.
     
Den Kuchen ca. 45 Minuten in der unteren Hälfte des Ofens backen.
Herausnehmen, Rand sofort lösen, Torte etwas abkühlen lassen und noch lauwarm mit Spachtel vom Formenboden lösen, damit allenfalls ausgelaufene Füllung nicht klebt.

Auf ein Gitter schieben und vollständig auskühlen lassen.




Death By Chocolate

Feuchter Schokoladekuchen mit Schokoladen-Füllung UND Schokoladenüberzug... ja was will man mehr... Eine ABSOLUTE Schoko-Bombe aber leeeeeeeeckeeeeeeer und ab und zu kann man sich schon sowas geben, gell?




Rezept "Death By Chocolate" Kuchen
Für eine 26er Springform oder ein Brownies-Blech

225 Gramm Schokolade, dunkel, gehackt
140 Gramm Butter
200 Gramm Zucker, weiss
4 Eier
100 Gramm Mehl
3 Esslöffel Kakaopulver
2 Teelöffel Backpulver
50 Gramm Creme Fraiche

Für die Füllung / den Überzug
150 ml Halbrahm (Sahne)
300 Gramm Schokolade, dunkel, gehackt

Heize Deinen Backofen auf 175 Grad vor. Lege Deine Backform gut mit Backpapier aus. 

Nun schmilzt Du die Schokolade und die Butter bei geringer Hitze in einem kleinen Pfännchen und stellst sie zur Seite.

In einer Schüssel schlägst Du Zucker und Eier sehr schaumig. Mehl, Kakao und Backpulver in einer neuen Schüssel mischen. 
Die Mehl-Mischung vorsichtig unter die Eiermasse mischen, dann die Schokobutter und die Creme Fraiche darunter mischen.

Den Teig in die Form füllen und 45 bis 55  Minuten in der Mitte des Ofens backen. 

Der heisse Kuchen darf durchaus ziemlich wabbelig sein in der Mitte - das zieht sich beim abkühlen noch gut zusammen.

Den abgekühleten Kuchen aus der Form nehmen und einmal in der Mitte durchschneiden. (Wer möchte, kann etwas erwärmte Aprikosenkonfitüre auf die Schnittstelle streichen. Das gibt einen Extra-Geschmacks-Kick.)

Für das Frosting die Sahne in einem Topf sanft erhitzen, über die gehackte Schokolade giessen und so lange rühren, bis keine Klümpchen mehr in der Masse sind. Den Kuchen mit der Creme füllen und bestreichen.
Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.

Genuss & Kalorien PUR! :)








Donnerstag, 5. September 2013

Appenzeller Biberli

Bei Schätze aus meiner Küche läuft zur Zeit ein cooles Blog-event: es werden Rezepte gesammelt zum Thema "Länderküche" - das hat mich dann kurzerhand dazu inspiriert, ein paar "unserer" Schweizer Traditionsgebäcke auszuprobieren.

Gestartet habe ich mit den Appenzeller Biberli oder auch Biberfladen genannt.

Mein Heimatort und mein halbes Herz gehören in dieses idyllische Fleckchen in der Schweiz und ich liebe die Kultur der Appenzeller. 


Zu den bekanntesten Delikatessen aus dieser Region gehören auch Hosenknöpfe (eine Keksart mit Kümmel) und natürlich der Appenzeller Käse und der Kräuterschnapps - letzteren mögen aber wohl nur die Appenzeller (mich eingeschlossen).

Hier ein kleiner geschichtlicher Ausflug:

Das Wort Biber ist eine Verkürzung aus Biberzelten und Biberfladen und taucht in Quellen der Ostschweiz und des benachbarten Konstanz schon im 14. Jahrhundert als bimenzelte auf. Das Bestimmungswort bimen(t) geht auf lateinische pigmentum zurück und bezeichnet ein Gewürz, nämlich Nelkenpfeffer. Ein Zelte(n) ist ein flaches Gebäck wie ein Fladen. (Von Zelte stammt auch das schweizerdeutsche Zältli für 'Bonbon')
Nachweislich erstmals gebacken wurde der Appenzeller Biber im 16. Jahrhundert. Fladen ähnlicher Art waren früher allerdings in ganz Mitteleuropa verbreitet, und die ersten schweizerischen Bibenzelter, also Bibenzelten-Bäcker, finden sich im 14. Jahrhundert aus Basel und Zürich überliefert.
Aber nun zum leckeren Teil :)
Die Biberfladen sind eigentlich gefüllte Lebkuchen. Der Trick ist dabei, dass der Teig "gekocht" wird - das hat mir 2 Brandblasen an den Fingern beschert, ist aber ansonsten ganz leicht :)




Rezept Appenzeller Biberli
Ergibt ca. 40 - 50 Stück

300 Gramm Ruchmehl
½ Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Zimtpulver, ½ Teelöffel Nelkenpulver und je 1 Msp. Muskat und Kardamom ODER 1 Esslöffel Lebkuchengewürz
1 Esslöffel Wasser
200 Gramm Honig, flüssig
100 Gramm Zucker
Für die Füllung:
150 Gramm geschälte, gemahlene Mandeln
1 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Wasser
1 Eiweiss
4 Esslöffel Honig, flüssig
Etwas Milch zum bestreichen
Für die Glasur:
3 Esslöffel Wasser1 Teelöffel Maizena (Maisstärke)
2 Esslöffel Honig
Das Mehl mit dem Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben. Gewürze dazugeben.
Wasser, Honig und Zucker langsam aufkochen. Dann die Pfanne vom Herd ziehen und das Mehl mit den Gewürzen nach und nach unter die Honigmasse mischen. Das ganze erwas abkühlen lassen und dann den Teig kneten, bis er nicht mehr klebt. (Achtung HEISS)
Für die Füllung die Mandeln mit dem Zucker, Wasser, Eiweiss und Honig zu einer homogenen Masse vermischen. Falls die Masse noch zu flüssig ist, gibt man noch einige Mandeln dazu. Die Konsistenz sollte ähnlich wie die von Marzipan sein.
Den Teig 5 mm dick ausrollen und in ca. 8 cm breite Streifen schneiden. 
Die Mandelmasse nochmals gut durchkneten, damit sie weich ist. Dann daraus fingerdicke Rollen formen, die gleich lang sind, wie die Teigstreifen.
Die Teigstreifen nun mit etwas Wasser anfeuchten, die Mandelrolle drauflegen, einrollen und die Ränder gut andrücken. 
Die Rolle leicht flachdrücken.
Mit einem scharfen Messer in Dreiecke schneiden. Auf einem mit Backpapier belegten Blech und mit einem Tuch abgedeckt über Nacht ruhen lassen.
Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. 
Die Biberli mit Milch bestreichen und 15 - 18 Minuten backen. 
Unterdessen für die Glasur Wasser und Maizena gut miteinander verrühren, aufkochen und den Honig darunter mischen. Die Mischung etwas abkühlen lassen und die heissen Biberli damit bestreichen.
Fertig auskühlen lassen und ein bisschen Appenzellerkultur geniessen :)